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Informationen für Ärzte

Die Zusammenarbeit mit Ärzten ist für den Rehasport unerlässlich. Der Arzt stellt bei seinen Patienten die Diagnose und verordnet den Rehasport. Außerdem steht der Rehasportgruppe und dem Übungsleiter für medizinische Rückfragen ein sogenannter kooperierender Arzt zur Verfügung.

Hier finden Ärzte grundlegende Informationen zum Rehasport sowie Hinweise, wie man Rehasport „richtig“ und „effektiv“ verordnet.

Rehabilitationssport ist ein vom Arzt verordnetes Bewegungstraining mit dem Ziel die medizinische Behandlung, mit Hilfe von körperlicher Bewegung, zu fördern und zu ergänzen. Rehasport kann als Fortsetzung einer ambulanten/stationären Rehabilitation eingesetzt werden.
Die Versorgungskette Akutversorgung – Rehabilitation – Physiotherapie wird durch bewegungsorientierte Therapie ergänzt. Auch für Menschen mit chronischen Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat ist der Rehasport ein adäquates Mittel zur Schmerzlinderung und Steigerung des Wohlbefindens.

Ebenso ist der Rehabilitationssport „Hilfe zur Selbsthilfe“. Verantwortungsvolles Gesundheitsbewusstsein solll damit langfristig gestärkt werden. Der Rehabilitationssport hat seinen Ursprung im Versehrtensport und zählt bis heute nicht zu den Heilmitteln, d.h. er belastet nicht das Heilmittelbudget des Arztes. Für Patienten ist der Rehasport eine nachhaltige Bewegungstherapie, die zu 100 % von den Krankenkassen finanziert wird.

Rehasport verordnen

  1. Der Patient befindet sich bereits in medizinischer Behandlung bei Ihnen
  2. Im Rahmen der medizinischen Rehabilitation verordnen Sie ihm Rehasport mit dem Formular M 56
  3. Um größere Zeitaufwände zu minimieren, sollte das Formular stets „sauber“ und formal „richtig“ ausgefüllt sein
  4. Nachdem Ihr Patient die Verordnung bei den Rehabilitationsträgern eingereicht und bestätigt bekommen hat, kann er in einer Rehasport-Einrichtung mit dem Training beginnen (spätestens 6 Monate nach der Bestätigung)
  5. Im Normalfall übernehmen die kooperierenden Rehasportvereine alle organisatorischen oder rechtlichen Fragen der Patienten sowie Übungsleiter. Sie selbst müssen nicht bei den Rehasportstunden anwesend sein. Nur speziell ausgebildete Übungsleiter dürfen eine Rehasport-Trainingsstunde durchführen. Ihr zeitlicher Aufwand als Arzt ist gewöhnlich nicht sehr groß. Sie können ihren Patienten also (sehr wahrscheinlich) in guten Händen wissen
  6. Achten Sie deshalb vorab auf die Qualität der Rehasport-Einrichtung und informieren Sie sich genau.