Übungsleiter-Ausbildung für Rehasport

Immer häufiger wird im Sektor Rehabilitationssport nach dem Thema Übungsleiter-Ausbildung gefragt.

Die einfache Antwort vorab: wird Eine Übungsleiter-Ausbildung sowie Fortbildungen werden von Behinderten Sportverbänden in Deutschland durchgeführt.

Lizenz- und Ausbildungssystem

Die Ausstellung der Rehasport-Lizenzen obliegt den Landesfachverbänden des Behindertensports sowie der Akademie des Deutschen Behindertensportverbands (DBS Akademie). Dabei werden Lizenzen in sechs verschiedenen Profilen ausgesprochen.

  1. Profil Orthopädie (2. Lizenzstufe)
  2. Innere Medizin (2. Lizenzstufe)
  3. Sensorik (2. Lizenzstufe)
  4. Neurologie (2. Lizenzstufe)
  5. Geistige Behinderung (2. Lizenzstufe)
  6. Psychiatrie (2. Lizenzstufe)

Das Ausbildungssystem ist dabei in verschiedene Module eingeteilt. Grundlage ist Block 10 (in Bayern: Block 100), der 90 Lerneinheiten (LE) umfasst. Nach erfolgreicher Teilnahme dieses Grundlagenblocks wird die Übungsleiter-Ausbildung durch die Absolvierung eines der genannten Profilblöcke mit jeweils 90 LE (Ausnahme Innere Medizin: 120 LE) abgeschlossen. Diese Grafik verdeutlicht noch einmal den Ablauf.

Informationen für Rehasport-Übungsleiter & Einrichtungen

Die Rahmenvereinbarung für Rehabilitationssport bestimmt, dass der Rehabilitationssport (§ 44 SGB IX) durch einen Übungsleiter mit Übungsleiterlizenz B Rehabilitationssport angeleitet werden muss. Es darf ausschließlich nur mit gültiger Lizenz eine Rehasport-Gruppe geleitet werden und diese Leistung danach mit den Kostenträgern abrechnen.

Grundlegende Anforderungen

  • Der Rehasport-Übungsleiter muss für die jeweilige Gruppe (Wochentag und Uhrzeit) beim Verband gemeldet werden
  • Bei Urlaub oder Krankheit kann nur ein lizenzierter Übungsleiter als Vertretung einspringen, der auch beim Verband gemeldet ist
  • Nach der Übungsleiter-Ausbildung ist die Lizenz 4 Jahre gültig – deshalb die Lizenz gleich beantragen!
  • Die Ausbildung zum Übungsleiter B Rehabilitationssport innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen sein
  • Es gilt ein Mindestalter von 18 Jahren für die Ausbildung

Anerkennung von Vorqualifikationen

Bei entsprechenden Vorqualifikationen ist eine Verkürzung der Übungsleiter-Ausbildung möglich. Ebenso gibt es die Möglichkeit für Sonderlehrgänge bei beispielsweise Physiotherapeuten oder Sportlehrern. Der zuständige Landesbehindertensportverband – als Lizenz ausstellende Institution – prüft die Möglichkeiten und entscheidet dann jeweils, nachdem die Vorqualifikationen eingereicht wurden. (Hier auch die Möglichkeit diese vorab an uns zu senden)

Beantragung Rehasport Übungsleiter Lizenz (Folgende Unterlagen müssen beim zuständigen Landesfachverband eingereicht werden)

  • Erste-Hilfe‐Bescheinigung (nicht älter als 2 Jahre)
  • Teilnahmebescheinigungen besuchter Lehrgänge
    –> bei einer verkürzten Ausbildung: die entsprechende Vorqualifikationen, Hospitationsnachweise, usw..
  • Bestätigung eines Mitgliedsvereines des Landes- oder Fachverbandes über die Übungsleitertätigkeit

Bei weiteren Fragen nehmen Sie gerne Kontakt auf oder informieren sich auf unserer Informationsseite für Rehasport in ganz Deutschland.