Rehasport anbieten

Rehasport anbieten – Voraussetzungen

Um offiziell Rehasport anbieten zu können, muss man gesetzliche Voraussetzungen erfüllen. Als ersten Schritt muss man vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) oder einem anderen Fachverband (z.B. DVGS, DGPR, RSD) zertifiziert sein. Alternativ kann man mit einem bestehenden & anerkannten Rehasportverein kooperieren, wie mit unserem Gesundheits- und Rehasportverein Bayern e. V.. Die letzte & aufwendigste Möglichkeit besteht darin, einen eigenen Rehasportverein zu gründen, was sich aber für die meisten Anbieter nicht lohnt, da die Opportunitätskosten den Ertrag weit übersteigen.

Zertifizierung für Rehabilitationssport – was muss erfüllt sein?

Rehasport anbieten - Anerkennung und Zertifizierung beim DBS

  • Ausreichende Räumlichkeiten, die mindestens 5m² Trainingsfläche pro Teilnehmer (max. 15) bieten
  • Bereitstellung eines qualifizierten Rehasport-Übungsleiters mit gültiger Übungsleiterlizenz (B Rehabilitationssport)
  • Ein betreuender Arzt für Rückfragen der Übungsleiter und Rehasportler
  • Vereinszugehörigkeit in einem spezialisierten- und offiziell anerkannten Rehasportverein

Vorschriften & Abläufe bei Rehasportkursen

Wenn man offiziell anerkannt & zertifiziert sind, gilt für Rehasportler und Rehasportanbieter:

  • Ein Rehasportler hat Anspruch auf 50 Übungseinheiten, die innerhalb von 18 Monaten zu absolvieren sind
    >> Ausnahmen: Herzgruppen (90 Übungseinheiten in 24 Mon.) | chronische Erkrankungen (120 ÜE in 36 Mon.)
  • Ausschließlich der Arzt verordnet Rehabilitationssport (Formular 56)
  • Eine Rehasportstunde dauert genau 45min (Ausnahme Herzgruppe: 60min)
  • Das Limit einer Rehasportgruppe beträgt 15 Teilnehmer
  • Nur ein ausgebildeter & qualifizierter Übungsleiter mit der B-Lizenz Rehabilitationssport darf die Trainingsstunde leiten
  • Unangekündigte Audits (Kontrollen zur Sicherung der Qualität) vom Landesverband dürfen stets durchgeführt werden

Wieviel verdient man am Rehasport?

Wer Rehasport anbietet, macht dies nicht, um reich zu werden. Vielmehr dient es einer positiven Einstellung für gesunde Bewegung und “interessante Erweiterung” seines eigenen Produktportfolios. Da eine Rehasportteilnahme nie an einen festen Mitgliedsvertrag gekoppelt sein darf, könnte man meinen, dass es sich also nicht lohnt! Und dennoch erfahren unsere Partner gerne zufriedene Kunden, ein bessere Image und den Absatz von (freiwillg abgeschlossenen) Zusatzangeboten. So gesehen ist dieses Angebot oft eine Win-Win-Situation für den Rehasportanbieter, aber auch dem Rehasportler. Wieviel man pro Rehasportler abrechnen kann, können Sie in dieser Übersicht >> Offizielle Vergütungssätze für Rehasportkurse, gemäß der gesetzlichen Rahmenvereinbarung für den Zuständigkeitsbereich Bayern >> einsehen (Stand 01.07.2016).

Falls Sie sich nun entschlossen haben, Rehasport anbieten zu wollen, dann können Sie uns gerne kontaktieren. Ihre Vorteile als Mitglied in unserem Verein sind, dass wir Ihnen viele Verwaltungsaufgaben wie Anerkennungsverfahren, Abrechnung mit Krankenkassen oder Unterstützung der Übungsleiter anbieten. Des Weiteren unterstützen und informieren wir unsere Partner über Änderungen im Rehasport, stellen gratis Werbematerialien zur Verfügung oder bieten Ihren Mitarbeitern regelmäßige Schulungen an. >> Zur Anfrage über das Kontaktformular