Rehasport FAQ

Rehasport FAQ

In unseren Rehasport FAQ haben wir die häufigsten Fragen für Sie zusammengestellt, damit sie einfach die Thematik Rehabilitationssport überschauen können. Der wohl wichtigste Punkt ist aber, dass, nach einer ärztlichen Verordnung (Formular 56), die Kosten des Rehasports die zuständige Krankenkasse trägt, gemäß dem §64 SGB IX.

Was genau ist Rehabilitationssport (kurz Rehasport)?

Rehabilitationssport, kurz Rehasport ist ein vom Arzt verordnetes Bewegungstraining in der Gruppe. Ein speziell ausgebildeter Übungsleiter leitet die Gruppe von maximal 15 Teilnehmern fachlich an. Ziel des Rehasports ist es, die medizinische Behandlung mit Hilfe von körperlicher Bewegung zu fördern und zu ergänzen. Rehasport kann eingesetzt werden als Fortsetzung einer ambulanten oder stationären Rehabilitation: die Versorgungskette Akutversorgung-Rehabilitation-Physiotherapie wird durch eine bewegungsorientierte Therapie ergänzt. Auch für Menschen mit chronischen Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat ist der Rehabilitationssport ein adäquates Mittel zur Schmerzlinderung und zur Steigerung des Wohlbefindens. Zudem bewirkt das gemeinsame Trainieren in der Gruppe auch sogenannte psychosoziale Ziele: die Teilnehmer nehmen durch den Sport – z.B. nach einem Schlaganfall – wieder an der Gesellschaft teil.

Unterschied zwischen Rehasport und Funktionstraining?

Die beiden Angebote haben zum einen unterschiedliche Dachorganisationen, der Rehasport läuft über den Behindertensportverband, das Funktionstraining über die Rheumaliga. Dazu kommt, dass der Rehasport eine deutlich größere Zielgruppe an Patienten anspricht, weil er für jede Erkrankung am Stütz- und Bewegungsapparat verschrieben werden kann. Funktionstraining ist nur für rein rheumatische Erkrankungen gedacht.

Für wen eignet sich Rehasport?

Beim Rehasport werden verschiedene Angebote für unterschiedliche Zielgruppen unterschieden. Weit verbreitet sind Rehasportangebote für orthopädische Beschwerden. Diese Angebote sind geeignet für alle Patienten mit Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat. Rehasport kann aber auch für spezielle neurologische Krankheitsbilder, wie Parkinson oder Multiple Sklerose, oder Krankheitsbilder aus dem Bereich Innere Medizin, wie Diabetes oder Lungenerkrankungen verschrieben werden. Die Teilnahme ist unabhängig vom Alter des Patienten: ab dem 15. Lebensjahr kann auch Jugendlichen Rehasport verschrieben werden. Voraussetzung ist lediglich eine Diagnose.

Wird Rehasport für Patienten mit akuten Beschwerden verordnet?

Nein, der Rehasport dient in der Regel nicht als Alternative zu einer Heilmittelverordnung, sondern als Ergänzung dazu. Ausgenommen davon sind allerdings Patienten mit chronischen Beschwerden, die langfristig ihre Stützmuskulatur aufbauen müssen. Patienten, die z.B. einen Kreuzbandriss hatten, sollten das Bein wieder voll belasten dürfen, wenn sie mit Rehasport starten.

Muss ein Facharzt Rehasport verschreiben?

Nein, Rehasport kann von jedem Arzt verschrieben werden, der eine Kassenzulassung besitzt.

Welche Krankenlassen tragen die Kosten?

Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Rehasport zu 100%. Grundlage dafür ist die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 1. Januar 2011, die zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und dem Behindertensportverband geschlossen wurde. Seitens der Patienten besteht laut SGB IX §64 sogar ein Rechtsanspruch darauf.

Wichtig: Unsere Serviceleistungen bieten wir hauptsächlich für unsere Vertrags- und Kooperationspartner an. Deshalb finden Sie auf den Listen der Rehasport-Standorte auch ausschließlich kooperierende Einrichtungen unseres Vereins. Wer über die Rehasport FAQ noch fragen haben sollte, dem empfehlen wir das Rehasportbuch von unserem 1. Vorsitzenden Winfried Möck.

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